Mehr braucht mehr!

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    #SuE 2022 NRW

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    Aufwertung der Sozialen Arbeit - Mehr braucht mehr!
    SuE-Aktionstag am 29.03.2022 in Bremen Matthias Klump Bundesweiter Streik- und Aktionstag der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und dem schulischen Ganztag am 4. Mai


    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft landesweit in den Bezirken des Landesbezirkes NRW Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen, Sozialassistenten und andere Berufsgruppen aus Kitas und dem Ganztag in Schulen zu einem Streik- und Aktionstag am Mittwoch, dem 4. Mai 2022 auf. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Verhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und die angespannte Situation in den Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. 

    Anlass für den Streik- und Aktionstag ist die aktuelle Tarifauseinandersetzung mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Die vorangegangenen beiden Tarifrunden im Februar und im März verliefen ergebnislos. ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.

    In dieser Tarifauseinandersetzung streiken Beschäftigten dafür, dass sie ihre Arbeit besser im Sinne von Kindern und Familien erfüllen können. Das geht nur über Entlastung und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Die Blockadehaltung der Arbeitgeber am Verhandlungstisch richtet sich daher sowohl gegen die Beschäftigten sowie gegen die Eltern und Kinder. so Andrea Becker, Landesbezirksfachbereichsleiterin NRW. Die Situation in den Tageseinrichtungen für Kinder sei seit Jahren angespannt. Auch die beiden Jahre der Pandemie hätten tiefe Spuren hinterlassen. Derzeit fehlt laut Deutschem Jugendinstitut und Robert Koch Institut aufgrund von Krankheit 20 Prozent des Personals. Nach Angaben der Krankenkassen sind die Beschäftigten dieses Arbeitsfeldes, die Beschäftigtengruppe, die am häufigsten an Burnout erkrankt. Auch der im letzten Jahr von ver.di durchgeführte Kita-Personalcheck habe gezeigt, da ss die Fachkräfte das Gefühl haben, ihren pädagogischen Aufgaben und den Kindern nicht gerecht werden zu können. Um wirklich pädagogisch arbeiten zu können, fehlen aus der Perspektive der Beschäftigten 173.000 Fachkräfte. Das führe dazu, dass 25 Prozent der Berufsanfänger in den ersten fünf Jahren das Arbeitsfeld verlassen.

    ver.di fordert u.a. Vor- und Nachbereitungszeiten, damit die Fachkräfte mehr Zeit für die pädagogische Arbeit mit den Kindern haben. Außerdem Zeiten, um Praktikantinnen und Praktikanten zu begleiten, einen Anspruch auf Weiterqualifizierung und die finanzielle Anerkennung der gestiegenen Herausforderungen. 

    Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16. und 17. Mai in Potsdam statt.

    Aktionen in den ver.di-Bezirken:

    Bezirk: Südwestfalen

    • Witten: 10:30 – 13:00 Uhr Kundgebung auf dem Rathausplatz 

    Bezirk: Aachen/Düren/Erft

    • Düren: 10:00 Uhr Treffpunkt Kaiserplatz 10:30, (vor dem Rathaus), Demo bis 11:30 anschließend Kundgebung

    Bezirk: Duisburg-Niederrhein 

    • Duisburg: 10:00 Uhr Demo Königsstraße, Zwischenstopp Jugendamt und 11:30 Rathaus Duisburg

    Bezirk: Westfalen 

    • Dortmund: 10:00 Uhr Nordseite Bahnhof, Demo Richtung Nordstadt, 11:30 Kundgebung am Friedensplatz
    • Schwerte: 10:00 Uhr am Schwerter Bahnhof, Demo durch die Innenstadt, ca. 10:45 Kundgebung Cava-Platz-Schweigeminute für Bildung
    • Lünen: Kundgebung am Marktplatz 10:00 Uhr
    • Meschede: 09:30 Uhr Treffen von Stephan Platz, Demozug über die Einkaufsstraße und umrunden des Rathauses, anschließend kreative Arbeitsentlastung

    Bezirk: Ostwestfalen-Lippe:

    • Gütersloh: 08:00 Uhr Streikfrühstück für die Beschäftigten der Kitas aus Gütersloh und Bielefeld, in der Alten Weberei, 10:00 Uhr Demonstrationszug zum Rathausplatz mit Kundgebung
    • Bad Oeynhausen: Streikfrühstück für die Beschäftigten der Kitas aus Herford, Minden-Lübbecke und Bad Oeynhausen
    • Paderborn: 09:00 Uhr Treffen der Streikenden aus Paderborn auf dem Franz–Josef–Stock–Platz, Paderborn
    • Detmold: 08:00 Uhr Streikfrühstück der Beschäftigten der Kitas aus der Region Detmold in der Gaststätte Kohlpott, Detmold

    Bezirk: Düssel-Rhein-Wupper 

    • Düsseldorf: 8:30 Uhr Treffen Moorenplatz (Uni-Klinik kommt um ca. 09:00 Uhr vom Demo-Zug über das Gelände wieder, dann gemeinsame Kundgebung; 9:30 Uhr Abmarsch der Kitas; Demo zum Zakk; dann Indoor-Veranstaltung
    • Ratingen: Kommunen aus dem Kreis Mettmann; 9:30 Uhr Ratingen Ostbahnhof; Demo durch die Stadt zum Marktplatz; kurzer Zwischenstopp am Rathaus, dann Kundgebung am Marktplatz
    • Wuppertal: 9:30 Uhr Start Demozug vom kleinen Schauspielhaus zum Rathaus Elberfeld; dort Kundgebung um 10:30 Uhr
    • Remscheid:  Kundgebung unter dem Motto: „Bildung geht in Urlaub – hoffentlich nicht für immer…“ 10:00-12:00 Uhr Rathaus mit Aktion

    Bezirk: Köln-Bonn-Leverkusen

    • Bonn 10:00 Uhr Demonstrationszug,  DGB Haus Endenicher Straße, Kundgebung ca. 11:00 am Münsterplatz

    Bezirk: Ruhr West

    • Essen: 09:20 Uhr Demo ab Gewerkschaftshaus. 09:40 Uhr kurzer Stopp am Rathaus, 10:00 Uhr SPD, 10.20 Uhr Linke,  10.40 Uhr FDP und 11.00 Uhr Grüne und CDU.
    • Anschließend gehen wir weiter zur Kundgebung auf dem Hirschlandplatz und treffen dort die Streikenden des Uniklinikums.
    • Mülheim an der Ruhr: Kundgebung mit Oberhausen um 11.00 Uhr auf dem Parkplatz der Stadthalle Mülheim

    Bezirk Mittleres Ruhrgebiet: 

    • Recklinghausen: 09:00 Uhr Treffpunkt Rathausvorplatz Recklinghausen. 
    • Demo zu den Ruhrfestspielen und Kundgebung mit Kulturbeiträge
    • Redner: Christoph Schmitz, ver.di Bundesvorstand 

    Bezirk Münsterland:

    • Münster: 10:00 Uhr Demozug vom Schlossplatz durch Münster bis zum Stadthaus 1 an der Heinrich-Brüning-Straße 5 anschließend Kundgebung 

    Bezirk: Linker Niederrhein

    • Mönchengladbach: Treffen: 09:30 Uhr DGB Mönchengladbach. Demo zum Alten Markt und Kundgebung. (für Krefeld, Mönchengladbach, Korschenbroich, Viersen, Willich, Hückelhoven, Tönisvorst, Moers, Meerbusch, Grevenbroich)