Mehr braucht mehr!

    Mehr braucht mehr!

    #SuE 2022 NRW

    Weitere Streiks der einzelnen Branchen

    Aufwertung der Sozialen Arbeit - Mehr braucht mehr!
    Tübingen, 2. Mai 2022 Privat Weitere Streiks der einzelnen Branchen  – Tarifverhandlungen Sozial- und Erziehungsdienst


    Vor der nächsten Verhandlungsrunde Mitte Mai erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) noch einmal den Druck. In der kommenden Woche streiken am Montag (02.05.22) zunächst die Sozialarbeiter*innen, am Mittwoch (04.05.22) die Kitabeschäftigten und schließlich am Donnerstag (05.05.22) die Beschäftigten der Behindertenhilfe. 

    Der Schwerpunkt aller Veranstaltungen liegt am Montag (02.05.22) auf dem Branchenstreiktag „Sozialarbeit“ mit einer landesweiten Kundgebung in Wuppertal. Hier treffen sich die Streikenden um 10.30 Uhr vor dem Wuppertaler Opernhaus und ziehen von dort zum Geschwister-Scholl-Platz, wo um 12:00 Uhr die Kundgebung stattfindet.

    Unter dem Motto „Wir sind die Brückenbauer* innen in dieser Gesellschaft“ ruft die ver.di bundesweit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie andere Berufsgruppen, die ebenfalls in der Sozialarbeit tätig sind, zu einem Streik- und Aktionstag auf. In Jugendämtern, Beratungsstellen, Jugendhäusern, in der Straßensozialarbeit und vielen anderen sozialen Diensten werden Beschäftigte aus diesen Bereichen ihre Arbeit niederlegen.

    Gerade in der Sozialarbeit sind die sozialpädagogischen Herausforderungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Armut und Ausgrenzung, die Lebenssituation der Familien in der Pandemie und die Notlagen von Menschen, ausgelöst durch die globalen Krisen wie die Klimakrise, die Pandemie und den Krieg in der Ukraine, lassen die Ansprüche an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stetig steigen.

    „Die Sozialarbeiter*innen räumen tagtäglich zahlreiche Problemlagen ab, ganz still, ganz selbstverständlich und bis zur Selbstaufgabe. Diese Arbeit ist fast unbezahlbar, wenn der Wert für eine Gesellschaft daran gemessen wird. Die Zeit ist reif, die Arbeit der Sozialarbeiter*innen mit Kindern, Jugendlichen und Familien genauso zu bewerten wie die Arbeit an Maschinen in der Industrie.“, so Andrea Becker, Landesbezirksfachbereichsleiterin.

    Neben der angemessenen Bezahlung geht es den Streikenden jedoch insbesondere auch um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

    Die Branchenstreiktage der Kitas, des Ganztages und der Behindertenhilfe finden in der Woche als örtliche oder regionale Veranstaltungen statt.