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    Unsere Forderungen

    #SuE 2020

    Unsere Forderungen

    Tarifrunde So­zial- und Er­zie­hungs­be­ru­fe 2020

    Bringen wir gemeinsam in Ordnung, was nicht stimmt!

    Anfang März beginnt die Tarifrunde für die Sozial- und Erziehungsberufe im kommunalen öffentlichen Dienst. Wir starten mit der Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen gut ein halbes Jahr vor der allgemeinen Entgelttarifrunde, in der es dann, wie üblich, auch um die Tabelle und die Erhöhung der Entgelte geht.

    Weitere Aufwertungsschritte sind notwendig

    Am 14.02.2020 hat die Verhandlungskommission, die sich aus vielen Kolleg*innen der verschiedenen Bereiche zusammensetzt, unsere Forderungen beschlossen. In den Gesprächen zur Bilanzierung haben die Arbeitgeber bereits eingeräumt, dass auch sie anerkennen, dass Weiterentwicklungen notwendig sind. Bislang jedoch wurden sie nicht konkret. Der Forderungsbeschluss ist vor dem Hintergrund dieser Gespräche getroffen worden und umfasst alle Tätigkeitsbereiche sowie grundlegende Strukturfragen. Dabei wurde auch bedacht, dass wir in diesem Jahr mit den kommunalen Arbeitgebern mehrere Tarifauseinandersetzungen führen.

    Eine Besonderheit dieses Jahres ist, dass wir die Tarifregelungen verhandeln noch bevor sie gekündigt werden können. Darum planen wir nun in den Einrichtungen und Diensten, lokal und in den Regionen Aktionen unterhalb von Streiks, die den Arbeitgebern und den politischen Entscheidern deutlich machen, dass Verbesserungen weiterhin notwendig sind.

    Wir sehen in den festgelegten Forderungen einen guten Ansatz für weitere Aufwertungsschritte. Damit wir unsere Forderungen am Verhandlungstisch wirkungsvoll vertreten können muss deutlich werden, dass alle ver.di Mitglieder aus dem Sozial- und Erziehunsgdienst diese Forderung tragen und mit Aktionen unterstützen.

    Um den Anforderungen und veränderten Bedingungen für die Beschäftigten gerecht zu werden, fordern wir:

    • Verbesserung der Eingruppierungsmerkmale, insbesondere durch
      Abschaffung der EG S 3 und grundsätzlich Eingruppierung der Tätigkeit der Kinderpfleger*in / Sozialassistent*in in die EG S 4
      reguläre Eingruppierung der Erzieher*in in die EG S 8b

    • Verbesserung der Eingruppierung der Beschäftigten im Bereich der Sozialarbeit durch geänderte Zuordnung zu den Entgeltgruppen
    • Schaffung weiterer Merkmale ab EG S 17 für Tätigkeiten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und in der Leitungstätigkeit
    • Anpassung der Stufenlaufzeiten an die allgemeinen Regelungen und Öffnung der Stufen 5 und 6 für alle Entgeltgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst

    • Anpassung der Eingruppierung der Kita-Leitungen an die vorhandenen Anforderungen
    • Stellvertretende Leitungen verbindlich vorsehen und Festlegung der Mindesteingruppierung in die EGS11a

    • Anpassung der Bedingungen, vor allem unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen durch das Bundesteilhabegesetz durch z. B.
      Aufnahme der Berufsbezeichnungen Arbeitserzieher*in, geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB) und der Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung mit Sonderpädagogischer Zusatzqualifikation (FAB mit SPZ)
      bessere Bewertung der Tätigkeit der Gruppenleiter*in
      Berücksichtigung der Tätigkeit der Schulassistenz / Schulbegleitung
      Regelungen zur Vergütung während der Ausbildung zur Heilerziehungspflege (HEP)

    • Rechtsanspruch auf Qualifizierung für alle Beschäftigten z. B. von Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen zu Erzieher*innen
    • Ausdehnung der Vorbereitungszeit, um mehr Zeit für die mittelbare pädagogische Arbeit zu haben
    • Anerkennung der Berufstätigkeit und der bei anderen Trägern erworbenen Berufserfahrung
    • Qualifizierung und angemessene Vergütung für Praxisanleitung sowie die Ausstattung mit Zeitkontingenten

    Die erste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste im öffentlichen Dienst findet am 5. März 2020 in Potsdam statt.

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