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    ver.di setzt Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort

    Tarifrunde ÖD 2020

    ver.di setzt Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort

    Donnerstag Streiks in Leverkusen
    Rabatz für gute Pflege. Bremen, 21. Juni 2017 Matthias Klump Donnerstag Streiks in Leverkusen


    Nach 2 Verhandlungen ohne ein Angebot der Arbeitgeber setzt ver.di die Streiks im öffentlichen Dienst fort. Am Donnerstag, dem 8.10.2020 werden die Beschäftigten der Energieversorgung Leverkusen (EVL), AVEA und Sparkasse Leverkusen zum Streik aufgerufen.


    „Gestern wurde applaudiert – und heute zeigen die Arbeitgeber ihr wahres Gesicht“, kritisierte Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer ver.di Köln-Bonn-Leverkusen, das Verhalten der Arbeitgeber. „Wir können nicht hinnehmen, dass die Kosten der Pandemie zu Lasten der Beschäftigten gehen sollen. Menschen in systemrelevanten Berufen haben den Laden am Laufen gehalten und es ist deutlich geworden, dass der öffentliche Dienst unverzichtbar ist. Jetzt immer noch kein Angebot vorzulegen, zeugt nicht von Wertschätzung gegenüber den stark belasteten Beschäftigten. Unsere Antwort lautet: Warnstreiks“, erklärte Kolle.

    „Applaus macht nicht satt. Und mit Applaus kann man auch keine Miete zahlen.“
    Besonders angespannt ist die Verhandlungssituation für die bundesweit mehr als 200.000 Sparkassen-Beschäftigten. Bereits 2018 wollten die Arbeitgeber eine Reduzierung der Vergütung und Umwandlung von festen Gehaltsbestandteilen in variable durchsetzen. Das konnte am Ende durch den massiven und entschlossenen Einsatz der ver.di-Mitglieder mit letzten Kräften dann doch noch abgewendet werden.

    Nun gibt es einen erneuten Angriff auf die Kolleginnen und Kollegen in den Sparkassen. Die Sparkassen-Vorstände haben extra einen zusätzlichen „Sparkassen-Tisch“ ge-fordert, an dem die aus ihrer Sicht besondere Rolle noch zusätzlich berücksichtigt wer-den soll.

    ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monat-lich angehoben werden.

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