Jetzt seid Ihr dran!

    Arbeitgeber müssen sich bewegen!

    Tarifrunde ÖD 2020

    Arbeitgeber müssen sich bewegen!

    Dienstag erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst
    Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann Arbeitgeber müssen sich bewegen!  – Dienstag erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst


    Vor der dritten Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung für den öffentlichen Dienst am 22. und 23. Oktober 2020 in Potsdam erhöht die Gewerkschaft ver.di den Druck.

    „Die Arbeitgeber müssen wissen, dass es uns sehr ernst ist“, begründet Daniel Kolle, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen, den Streikaufruf für Dienstag, den 20. Oktober. „Wir wollen ein schnelles und gutes Ergebnis.“ Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot bewertet Kolle als absolut unzureichend: „Die angebotenen Lohnsteigerungen bedeuten bei der langen Laufzeit Reallohnverlust für die Beschäftigten.“

    Gleichzeitig wollen die Arbeitgeber die Eingruppierung der Beschäftigten flächendeckend absenken. Damit werde die Attraktivität des öffentlichen Dienstes in Zeiten des Fachkräftemangels weiter sinken. „Wenn die Verhandlungen scheitern, droht ein Dauerstreik im öffentlichen Dienst“, stellt Kolle klar.

    Im Großraum Köln/Bonn wird es zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen, kündigt Daniel Kolle an. In den Kommunen werden sich Bürger*innen auf längere Wartezeiten in den Ämtern einstellen müssen. Auch Kindertagesstätten in Köln, Bonn, Troisdorf, Hennef und Gummersbach werden betroffen sein.

    Ebenfalls betroffen sind die kommunalen Krankenhäuser in der Region. Die Streikenden werden sich am Dienstag um 12:00 Uhr auf der Deutzer Werft in Köln zu einer Streikkundgebung mit Christoph Schmitz, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand versammeln. ver.di erwartet dazu rund 4.000 Teilnehmer. Die Streikenden der Nahverkehrsbetriebe werden auf den Betriebshöfen stehen bzw. sich am Bonner Gewerkschaftshaus treffen (SWB-Verkehr).

    ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen u. a. eine Gehaltserhöhung von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden sich die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst im Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen zahlreich an den Warnstreiks beteiligen. „Jetzt sind die Beschäftigten gefragt, noch mehr Druck aufzubauen. Wollen die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung, ist nicht systematische Hinhaltetaktik angezeigt, sondern ein Entgegenkommen mit einem Angebot, das die herausragenden Leistungen des öffentlichen Dienstes während der Pandemie würdigt“, so Kolle abschließend.

    • 1 / 3

    Weiterlesen

    Tarifrunde ÖD 2020