Jetzt seid Ihr dran!

    ver.di ruft weiter zu Warnstreiks auf

    Tarifrunde ÖD 2020

    ver.di ruft weiter zu Warnstreiks auf

    Mittwoch landesweite Streiks in den Regionen, Nahverkehr auch am Donnerstag betroffen
    Frau mit ver.di-Weste befestigt Plakat "Warnstreik" C. v. Polentz ver.di ruft weiter zu Warnstreiks auf


    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW ruft am morgigen Mittwoch (14.10.) in allen Regionen NRWs Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu ganztägigen Warnstreiks auf. Erneut betroffen sein werden Stadtverwaltungen, Kliniken, Sparkassen sowie kommunale Ver- und Entsorger. Nachdem am Mittwoch bereits der ÖPNV am linken Niederrhein (NIAG, NEW, SWK) betroffen sein wird, beteiligen sich am Donnerstag die Rheinbahn, DSW21 sowie Nahverkehrsbetriebe in Hamm und Unna an weiteren Warnstreiks. In Köln wird es Mittwochmorgen zu einer Kundgebung an der Deutzer Werft kommen, auf der die ver.di-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt als Rednerin erwartet wird.

    „Die Streikenden zeigen mit ihrer Beteiligung, dass sie dringend ein Angebot der Arbeitgeberseite erwarten und die bisherigen Äußerungen sowie die Verweigerungshaltung als Kränkung erleben. Es wird immer deutlicher, dass auf das Klatschen nichts folgen wird“, erklärte Gabriele Schmidt. „Trotzdem schauen wir auch in NRW mit Bedacht auf die Situation und entscheiden in enger Abstimmung mit den Behörden, wie und ob wir Aktionen durchführen. Dabei werden wir genau darauf achten, die Maßnahmen zum Infektionsschutz einzuhalten: Kundgebung nur mit Maske und Abstand. In den Kliniken und Krankenhäusern verhandeln wir Notdienstvereinbarungen und rufen die Kolleg*innen der Corona-Stationen nicht mit auf. Außerdem achten wir darauf, dass dort weiterhin ausreichend Reinigungskräfte im Dienst sind.“

    Von den Warnstreiks können auch Kitas betroffen sein. ver.di versucht durch frühzeitige Informationen vor Ort und die Entsendung von kleineren Delegationen aus den Einrichtungen so elternfreundlich wie möglich vorzugehen und Notgruppen zu ermöglichen.

    ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. 

    Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege werden an einem eigenen Tisch im Rahmen der Tarifrunde besprochen. 

    Die dritte Runde der Verhandlungen ist für den 22./23. Oktober 2020 erneut in Potsdam angesetzt.

    • 1 / 3

    Weiterlesen