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Wichtig für die Versorgung in der Region

Kinderklinik Sankt Augustin

Wichtig für die Versorgung in der Region

ver.di widerspricht Gesundheitsminister Laumann

Energisch widerspricht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di der Behauptung des Lan-desgesundheitsministers Karl-Josef Laumann. In einem Bericht an den Landtagsausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom 6. Dezember 2019 hat Laumann ausgeführt, dass „eine Schließung der Asklepios Klinik … durch die umliegenden Krankenhäuser aufgefangen werden“ könne.

Bei der Kinderklinik Sankt Augustin handelt es sich um eine Maximalversorgungs-Klinik bezüglich Kindermedizin. „Die herausragende medizinische Kompetenz z.B. in den Bereichen Kinder-Onkologie, Kinder-Neurochirurgie, Kinder-Orthopädie und weiteren Bereichen ist in der Region Rhein-Sieg einzigartig“, stellt Arno Appelhoff, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär, fest. „Das kann von umliegenden Krankenhäusern nicht aufgefangen werden.“

Appelhoff verweist darauf, dass das im September von Gesundheitsminister Laumann vorgestellte Gutachten zur Krankenhauslandschaft in NRW für die Region Bonn/Rhein-Sieg im Bereich Kinder- und Jugendmedizin keine „Überversorgung“ festgestellt habe. Vor dem Hintergrund fordert ver.di, dass sowohl das Land NRW als auch der Rhein-Sieg-Kreis alles in ihrer Macht Stehende tun müssen, um die Kinderklinik in Sankt Augustin zu erhalten: „Die Kinderklinik ist im Rhein-Sieg-Kreis, aber auch weit darüber hinaus für die Versorgung von herausragender Bedeutung. Sie darf nicht zum Spielball der Rendite-Interessen eines Konzerns werden, der sie schließen will, wenn sie nicht genug Ertrag abwirft“, kritisiert Arno Appelhoff. „Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund fordert ver.di die Überführung der Kinderklinik in öffentliche Trägerschaft.“

Auch mit Blick auf die rund 900 Beschäftigten muss die Hängepartie endlich beendet werden, fordert Appelhoff. Die Verunsicherung und die Zukunftssorgen, unter denen das ärztliche Personal, die Pfleger*innen, aber auch alle anderen Berufsgruppen in der Klinik wie z.B. die Beschäftigten in den Bereichen Therapie, Technik, Küche, Verwaltung und Reinigung, seit Monaten leiden, ist nicht mehr zumutbar. „Land und Kreis sind gefordert, zeitnah eine Lösung zur Zukunftssicherung der Klinik zu finden“, resümiert Arno Appelhoff.

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