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Streik bei der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG-BBV)

Verkehr

Streik bei der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG-BBV)

ver.di: Wir müssen den Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Im Rhein-Sieg-Kreis ist heute Vormittag ist mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) und der Bus- und Bahn Verkehrsgesellschaft mbH des Rhein-Sieg-Kreises (BBV) von 3:30 bis 11:00 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Ver.di erhöht mit dem Warnstreik den Druck in den laufenden Tarifver¬handlungen bei der RSVG-BBV.

Die Gewerkschaft fordert Ver¬besserungen im Entgelt und bei den Arbeitsbedingungen. Für die Tochtergesellschaft BBV soll das Entgelt auf die übliche Höhe im Nahverkehr angehoben werden. Für die dort länger beschäf¬tigten Fahrinnen und Fahrer bedeutet das eine Einkommenser¬höhung von ca. 5 %. Daneben geht es um 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten und Verbesserungen bei der Bezahlung von Nachtarbeit.

„Nach zwei Verhandlungsrunden gibt es keine Anzeichen für eine Bewegung auf Arbeitgeberseite“, kritisiert Peter Büddicker, Fachbereichsleiter Verkehr im ver.di-Landesbezirk NRW. Die Beschäftigten des Nahverkehrs im Rhein-Sieg-Kreis arbeiten unter immer schwierigeren Bedingungen. Sie bewältigen kom¬plexe Verkehrssituationen auf vollen Straßen und in gefüllten Innenstädten, die zu einer immer höheren Belastung der FahrerInnen führe. Hinzu komme Ärger mit Fahrgästen. „Leider sind unsere Kolleginnen und Kollegen häufig auch der erste soziale Prellbock für ungelöste gesell¬schaftliche Probleme“, so Büddicker weiter. Der Tarifvertrag muss nach 7 Jahren dringend angepasst werden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.