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    Arbeitnehmervertreter übernehmen Verantwortung

    Stadtwerke Köln

    Arbeitnehmervertreter übernehmen Verantwortung

    Harald Kraus zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt

    Zu den Ergebnissen der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke Köln (SWK) am heutigen Montag (09.07.2018) erklärt der Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen, Daniel Kolle: „Ich begrüße die Wahl von Harald Kraus als Vorsitzenden des Aufsichtsrats sehr. Es ist schade, dass die Seite der Anteilseigner, die Zeit für die Findung einer oder eines im breiten Konsens getragenen Aufsichtsratsvorsitzenden nicht nutzen konnte. Dies war und bleibt unser Ziel.“

    Der SWK-Aufsichtsrat hat in der heutigen Sitzung im ersten Wahlgang den Wahlvorschlag der Arbeitnehmervertreter mit breiter Mehrheit bestätigt und den Betriebsratsvorsitzenden der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Harald Kraus, zum Vorsitzenden gewählt.

    „Wir haben die Vertreter der Anteilseigner im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung um die aus unserer Sicht erforderliche Einmütigkeit für einen Wahlvorschlag gebeten und uns einen breiten Konsens für die Wahl gewünscht. Diese war offensichtlich nicht zu erzielen. CDU, Grüne und FDP haben ohne Not und aus vollkommen sachfremden Erwägungen mit dem Ratsbeschluss, die Oberbürgermeisterin zur Aufsichtsratsvorsitzenden zu bestimmen, einen massiven Konflikt erzeugt, den wir sehr bedauern. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wurden damit in eine schwierige Situation und Rolle gedrängt“, so der ver.di-Geschäftsführer weiter.

    „Unsere Botschaft ist: Politik, werdet euch einig. Wir möchten als Arbeitnehmervertreter nicht zum Spielball politischer Kräfte werden. Unter Abwägung aller Interessen, haben wir als Arbeitnehmervertretung Verantwortung übernommen. Ich habe mich deshalb für den Vorsitz zur Verfügung gestellt. Wichtig ist es, wieder Vertrauen untereinander herzustellen. Es gilt nun, sich mit ganzer Kraft den sachbezogenen Themen zuzuwenden“, begründet Harald Kraus die Entscheidungen der Arbeitnehmerbank.

    ver.di und der DGB Stadtverband Köln haben in Pressemitteilungen mit Verweis auf die notwendigen strategischen Diskussionen zur Zukunft u.a. der Digitalisierung, neuen Mobilitätskonzepten und der Energiewende in Köln die herausgehobene Rolle und erforderlichen Kompetenzen einer oder eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden als Kriterien betont.