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    Zähe Verhandlungen - bisher kein Angebot der Arbeitgeber

    Stiftung Leuchtfeuer

    Zähe Verhandlungen - bisher kein Angebot der Arbeitgeber

    Warnstreik bei der Stiftung Leuchtfeuer Köln und Meckenheim

    Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di und der Stiftung Leuchtfeuer ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Stiftung Leuchtfeuer an den Standorten in Köln und Meckenheim am 29. Januar 2020 zum Warnstreik auf.

    Bereits im Mai 2019 hat die Gewerkschaft ver.di den Vorstand der Stiftung Leuchtfeuer zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Gefordert wird, dass der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) auch bei der Stiftung Leuchtfeuer Anwendung findet. Erst nach mehreren gewerkschaftlichen Aktionen konnten im Herbst 2019 endlich Verhandlungen aufgenommen werden.

    „Nach nunmehr drei Verhandlungsrunden müssen wir feststellen, dass wir nicht einen Schritt weitergekommen sind“, erklärt Astrid Rogge-Musall, die die Tarifverhandlungen für die Gewerkschaft ver.di führt.

    Die Stiftung Leuchtfeuer ist anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und betreut Kinder, Jugendliche und Familien in problematischen Lebenssituationen. Der Fokus liegt auf der Begleitung junger Menschen, die sich in einem schwierigen familiären Umfeld befinden, das den Alltag und die Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen negativ beeinflusst und eine Teilhabe an der Gesellschaft erschwert.

    Diese Aufgabenfelder wurden in früheren Zeiten durch die Jugendämter abgedeckt, deren Beschäftigten ebenfalls nach dem TVöD bezahlt wurden. „Die Kolleginnen und Kollegen erhalten eine Vergütung, welche in der Spitze rund 40% unter dem Niveau des TVöD liegt. Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeiten. Das ist in Zeiten von Fachkräftemangel bei steigendem Bedarf an Fachkräften die einzig richtige Antwort“, erklärt Astrid Rogge-Musall.

    Die Streikenden treffen sich am 29. Januar 2020 ab 10:00 Uhr vor der Stiftung Leuchtfeuer in der Riehler Str. 6, 50668 Köln zu einer Protestkundgebung. Gegen 11:00 Uhr fahren die Streikenden ins ver.di-Haus am Hans-Böckler-Platz 9 in Köln, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu beraten.