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    Tarifergebnis für Versicherungsbeschäftigte: 5,4 Prozent mehr in den nächsten 24 Monaten

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband Versicherungen (AGV) haben sich am Freitagabend, dem 7. Juni, auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die dritte Verhandlungsrunde für die rund 172.000 Beschäftigten fand in Hamburg statt.

    Danach steigen die Gehälter der Beschäftigten in zwei Stufen ab dem 1. August 2013 um 3,2 Prozent sowie ab dem 1. Oktober 2014 um 2,2 Prozent. Die Auszubildenden erhalten zu den gleichen Terminen Vergütungserhöhungen, die je nach Ausbildungsjahren folgendermaßen gezahlt werden: für das erste und zweite Ausbildungsjahr werden die Vergütungen um jeweils 25 Euro in 2013 sowie in 2014 erhöht; für das dritte Ausbildungsjahr wird die Vergütung um jeweils 30 Euro in 2013 sowie in 2014 erhöht. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate bis Ende März 2015.

    ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Beate Mensch wertete das Ergebnis als positiv. "Der Abschluss liegt deutlich über der Inflationsrate, gleicht den Reallohnverlust aus und sorgt dafür, dass die Versicherungsbeschäftigten nicht von anderen Branchen abgekoppelt werden." Besonders positiv sei die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Das sei ein großer Erfolg, der den jungen Beschäftigten eine wesentlich bessere wirtschaftliche Position sichere. Auch eine zusätzliche Einmalzahlung für die unteren Tarifgruppen (A und B) in Höhe von jeweils 150  Euro im August 2013 sowie im Oktober 2014 als soziale Komponente sei besonders positiv zu werten.

    "Dieses gute Ergebnis ist vor allem auch den Streiks, die die Beschäftigten in den vergangenen Wochen sehr engagiert durchgeführt haben, zu verdanken", betonte die Gewerkschafterin.

    Die ver.di-Tarifkommission stimmte dem Ergebnis einstimmig zu.