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    Arbeitgeber müssen sich bewegen!

    Öffentlicher Dienst

    Arbeitgeber müssen sich bewegen!

    Tarif- und Besoldungsrunde 2016 mit Bund und VKA

    Streik im öffentlichen Dienst am Mittwoch, 27. April 2016

    Am Mittwoch wird im öffentlichen Dienst gestreikt. Die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe, der Kommunalverwaltung, kommunaler Krankenhäuser, der Bundesverwaltung sowie der kommunalen Ver- und Entsorgungsbetriebe werden von der Gewerkschaft ver.di zum ganztägigen Arbeitskampf aufgerufen.

    „Wir rechnen mit einer hohen Streikbeteiligung, denn die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Verwaltungen erwarten eine spürbare Reallohnerhöhung“, sagt Monika Bornholdt, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirkes NRW-Süd. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Runde ein beschämendes Angebot auf den Tisch gelegt, rechtfertigt Monika Bornholdt den Warnstreikaufruf. „Für das laufende Jahr haben die öffentlichen Arbeitgeber eine Gehaltssteigerung von einem Prozent angeboten, allerdings mit einigen Monaten Verzögerung. Auf’s Jahr umgerechnet wären es nur 0,6% und damit noch nicht mal ein Inflationsausgleich.“ Seit dem Jahr 2000 sind die Gehälter im öffentlichen Dienst hinter den Einkommenssteigerungen in der Gesamtwirtschaft zurückgeblieben.  Gegenüber der Tarifentwicklung in der Metall- oder Chemieindustrie etwa klafft eine Lücke von ca. 10 Prozent. „Deshalb gibt es jetzt einen kräftigen Nachholbedarf, den die öffentlichen Arbeitgeber auch bezahlen können. Denn die Steuereinnahmen sind auf Grund der guten wirtschaftlichen Lage in den letzten Jahren deutlich gestiegen und dieser Trend setzt sich fort“, führt Monika Bornholdt aus.

     Die Beschäftigten sind es leid, dass ihre gute Arbeit nicht entsprechend gewürdigt wird. Daher ruft ver.di vor der nächsten Verhandlungsrunde am 28./29. April die Beschäftigten zum Warnstreik auf. Monika Bornholdt: „Die nächste Verhandlungsrunde ist die letzte Chance, den Konflikt noch am Verhandlungstisch zu lösen.“