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    Mitgliederbefragung ergibt 80,3 Prozent Zustimmung

    Öffentlicher Dienst

    Mitgliederbefragung ergibt 80,3 Prozent Zustimmung

    Tarifrunde ÖD der Länder 2015

    Bundestarifkommission nimmt Tarifergebnis an.

    Die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am heutigen Mittwoch (29. April) das Tarifergebnis für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder (außer Hessen) angenommen. Zuvor waren die ver.di-Mitglieder in Landesverwaltungen, Straßenmeistereien, Küstenschutz, Schulen, Hochschulen, Unikliniken, Psychiatrien, Staatstheatern, Studierendenwerken, Statistischen Ämtern und anderen Landeseinrichtungen zu ihrer Meinung über das Verhandlungsergebnis vom 28. März 2015 befragt worden und hatten diesem Ergebnis im Rahmen der Mitgliederbefragung mit deutlichen 80,3 Prozent zugestimmt. Die Bundestarifkommission folgte diesem Votum und nahm das Tarifergebnis bei nur einer Enthaltung an. Damit sind die Tarifverhandlungen endgültig abgeschlossen.

    Die Beschäftigten erhalten rückwirkend zum 1. März 2,1 Prozent mehr Gehalt, zum 1. März 2015 steigen die Gehälter um weitere 2,3 Prozent, mindestens aber um 75 Euro im Monat. Auszubildende erhalten in diesem und im nächsten Jahr jeweils ab 1. März eine Erhöhung ihrer Vergütung um jeweils 30 Euro monatlich, ihr Urlaubsanspruch steigt von 27 auf 28 Tage, die faktische Übernahmegarantie nach erfolgreich abgeschlossener bedarfsgerechter Ausbildung wird um zwei Jahre verlängert. Außerdem wurde für Länderbeschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Anhebung der Jahressonderzahlung in fünf Schritten auf Westniveau erreicht.

    Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Beiträge der Länderbeschäftigten zur betrieblichen Altersversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) moderat angehoben werden, um die Leistung der Zusatzversorgung auch bei steigender Lebenserwartung und niedrigen Zinsen zu sichern. Die Arbeitgeber beteiligen sich im gleichen Umfang. Dadurch wurden Einschnitte in die Leistungen der Zusatzversorgung verhindert. Die Beitragsänderung greift ausschließlich für Versicherte im Bereich des Tarifvertrags der Länder (TV-L).

    ver.di erwartet, dass die 15 Bundesländer, die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossen sind, das Tarifergebnis jetzt rasch zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen.