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    ver.di fordert Schutzstrategie als Überbrückung zur zweiten Impfung …

    Kitas NRW

    ver.di fordert Schutzstrategie als Überbrückung zur zweiten Impfung

    Die vielfach undurchsichtige Corona-Lage bewegt auch die Kita-Beschäftigten in NRW.
    Kindergarten Esi Grünhagen ver.di fordert Schutzstrategie als Überbrückung zur zweiten Impfung


    Die vielfach undurchsichtige Corona-Lage bewegt auch die Kita-Beschäftigten in NRW. Bis zum Zeitpunkt der zweiten Impfung sind Beschäftigte im direkten Kontakt zu den Kindern nur unzureichend vor einer Ansteckung geschützt. Aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) braucht es deshalb ein klares Konzept, das auf örtliche Inzidenzen reagiert und bei steigenden Zahlen Notbetreuungen beinhaltet.

    „Die Situation in den Kitas gleicht einem Flickenteppich. Viele Gruppen sind gut bis sehr gut gefüllt, dabei hatten nicht einmal alle Beschäftigten ihren ersten Impftermin. Viele haben Angst um ihre Gesundheit sowie die Gesundheit ihrer Familien“, erklärte Gabriele Schmidt, ver.di Landesleiterin in Nordrhein-Westfalen. „Wir appellieren deshalb an den Ministerpräsidenten Armin Laschet und die Konferenz der Länder mit der Kanzlerin, auch an die Beschäftigten in Kitas und OGSen zu denken. Diese stehen in ihrer Arbeit durchgehend im direkten Kontakt mit den Kindern. Bis der Impfschutz vollständig wirkt, braucht es, um in den Worten des Ministerpräsidenten zu bleiben, eine Brücke des besonderen Schutzes!“

    In den nordrhein-westfälischen Kitas greift aktuell der eingeschränkte Regelbetrieb. Eltern sind eingeladen, ihre Kinder in die Kitas zu bringen. Träger können entscheiden, Kitas auch in reduzierter Stundenzahl zu öffnen. Reduzierte Betreuungszeiten beinhalten aber keinen Schutz vor Ansteckungen. Dabei sei mittlerweile erwiesen, dass Kinder vermehrt Träger des Corona-Virus sind.

    „Viel von dem, was aktuell in den Kitas zum Alltag gehört, basiert auf freiwilliger Rücksichtnahme der Eltern. Reagiert wird nach dem Prinzip ‚Fahren auf Sicht‘. Das sorgt täglich für Unsicherheiten und Ängsten bei den Beschäftigten, Eltern und Kindern. Wir begrüßen, dass Beschäftigte sich testen können, sowie den Appell an die Eltern, die Kinder vor dem Kitabesuch zu testen.“ Das reiche aber bei weitem nicht aus, so Schmidt.

    „Der Ministerpräsident hat es gemeinsam mit seinem Gesundheitsminister in der Hand. Sie müssen die Möglichkeit nutzen, lokal auf Entwicklungen zu reagieren und den sogenannten Brückenlockdown, wie ihn der Ministerpräsident fordert, in NRW anzuwenden. Nur so können hohe Inzidenzen runtergefahren werden - dazu braucht es keine eigene Entscheidung der Konferenz der Länder.“

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