Arbeiterinnen und Arbeiter

    Es geht um unser aller Zukunft!

    Arbeiter*innen

    Es geht um unser aller Zukunft!

    4. Europäische Arbeiter*innentage am 29. September 2022 in Bussang (Frankreich)
    4. Europäische Arbeiter*innentage am 29. September 2022 in Bussang (Frankreich) Kay Herschelmann 4. Europäische Arbeiter*innentage am 29. September 2022 in Bussang (Frankreich)


    Es geht um unser aller Zukunft!

    4. Europäische Arbeiter*innentage am 29. September 2022 in Bussang (Frankreich)

    ABSCHLUSSERKLÄRUNG
    4. EUROPÄISCHEN ARBEITER*INNENTAGE

    Die Welt befindet sich derzeit in einer großen Krise, unter Anderem verursacht durch Klimawandel und Krieg in Europa, deren Folgen noch nicht absehbar sind.

    Daher ist es unerlässlich ab sofort eine Politik zu machen,

    • die sich für ein friedliches, demokratisches, soziales und solidarisches, ein in die Zukunft weisendes Europa einsetzt, in dem der Mensch und der Planet in Mittelpunkt der Entscheidungen stehen
    • in der Rassismus, Fremdfeindlichkeit, Armut und Ausgrenzung keinen Platz haben
    • die zur Bewältigung der Klimakatastrophe beiträgt
    • die der Gier und der Spekulation Zügel anlegt, die nicht dem Wohl weniger Reicher, sondern die allen Menschen dient.

    Eine Europäische Union, die diese Aufgaben nicht aktiv angeht wird scheitern, weil sich die Bürger*innen von ihr abwenden.

    ES GEHT UM UNSER ALLER ZUKUNFT!

    Wir Arbeitnehmer*innen wollen ein Europa:

    • ohne Krieg
    • in dem die Menschenrechte vor der Freiheit des Marktes stehen,
    • in dem das Interesse der Arbeitnehmer*innen Vorrang hat vor dem Interesse des Kapitals,
    • in dem nicht hunderte Milliarden Euros in Rüstung, sondern für Mensch und Umwelt investiert werden.

    Die Politik muss sich ihrer Verantwortung dafür bewusst sein.

    Sie darf Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit nicht den Regeln des Profits opfern.

    Es ist dringend notwendig, dass die Arbeitnehmer*innen durch gemeinsame Mobilisierung schnell Gerechtigkeit erlangen, um zu verhindern, dass die legitime Wut gegen soziale Ungerechtigkeiten nicht von rechtsextremen Parteien instrumentalisiert werden kann.

    Deshalb fordern die in Bussang versammelten Gewerkschaftsaktivisten die Führer der EGB-Mitgliedsgewerkschaften ausdrücklich auf, kurzfristig eine gemeinsame Mobilisierung auf europäischer Ebene zu organisieren und diese in den Grenzgebieten besonders sichtbar zu machen.

    Sollte sich dies als notwendig erweisen, um die Entscheidungen auf EGB-Ebene zu beschleunigen, würden die in Bussang versammelten Gewerkschaften sehr schnell die ersten Aktionen mit europäischer Dimension einleiten.

    Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben Millionen von Arbeitnehmer*innen zusammen mit ihren Gewerkschaften in Europa für soziale Rechte gekämpft und Opfer gebracht. Wir werden es nicht hinnehmen, dass diese von einem System, das wir für ineffizient, unmoralisch und ungerecht halten, in Frage gestellt werden.

    DAS MUSS EIN ENDE HABEN!

    Darum kämpfen wir für eine andere Politik, die

    • allen Arbeitnehmer*innen anständige Arbeitsplätze und Löhne, die Gleichbehandlung von Frauen, Männern und eigewanderten Arbeitnehmern*innen garantiert,
    • öffentliche Daseinsvorsorge von hoher Qualität sichert,
    • gleiche Rechte und Chancen für alle bietet,
    • starke Rechte für Arbeitnehmer*innen und ihre Gewerkschaften bringt und ihnen echte Mitbestimmung und Mitsprache auf allen Entscheidungsebenen garantiert,
    • die sich für die Grundrechte aller Menschen einsetzt.

    Die Debatten zwischen den Aktivisten der verschiedenen europäischen Gewerkschaften, die in Bussang anlässlich des 4. Europäischen Treffens der Arbeiterinnen und Arbeiter anwesend waren, haben gezeigt, dass es starke übereinstimmende Forderungen im Bereich der Löhne und Renten gibt. Bereits jetzt finden zahlreiche entschlossene Mobilisierungen in Frankreich (29. September 2022), Belgien und Deutschland statt. Der EGB wird seine Forderungen am 5. Oktober 2022 - mit Unterstützung von Gewerkschaftsmitgliedern aus den Nachbarländern des Europäischen Parlaments - in Straßburg im Europäischen Parlament einbringen.