Verkehr

    Gesundheitsschutz für Pendler/innen

    ÖPNV

    Gesundheitsschutz für Pendler/innen

    Gemeinsame Pressemitteilung von ARBEITGEBER Köln, DGB Köln, HWK zu Köln und IHK Köln
    Bus Mario Venzlaff Gesundheitsschutz für Pendler/innen


    Ausdünnung des Fahrplans geht zu Lasten der Arbeitnehmer*Innen und Bürger, die auf einen guten ÖPNV in Köln angewiesen sind.

    Die gegenwärtige Situation ist für alle Menschen eine große Belastung. Der zweite Lockdown stellt viele, die zur Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens oder der Grundversorgung arbeiten, vor erhebliche Herausforderungen.

    Eine wesentliche Regel, die dem Gesundheitsschutz dient, ist es, ausreichend Abstand zu anderen Menschen zu halten. Hierzu sind alle Betriebe verpflichtet. Zentral ist aber auch, die Pendlerströme im Nahverkehr zu entzerren anstatt die Angebote einzuschränken. Letzteres wird allerdings von Teilen der Politik diskutiert.

    Viele Arbeitnehmer*Innen sind auf den ÖPNV angewiesen. Die KVB hat bereits im ersten Lockdown – anders als etliche andere Städte - den Fahrplan ausdünnen und Angebote streichen müssen. Innerhalb von Bussen und Bahnen konnten ausreichende Abstände nicht eingehalten werden. Das hat nicht nur zu Unmut geführt, sondern auch dazu, dass Arbeitnehmer*innen, wo möglich, auf alternative Fortbewegungsmöglichkeiten umgestiegen sind.

    Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig und unverzichtbar die öffentliche Daseinsvorsorge ist. Das Angebot der KVB gehört unstrittig dazu. Weitere Einschränkungen und Reduzierungen des Fahrplans sind der falsche Weg, wenn man Menschen für einen attraktiven ÖPNV begeistern, Berufstätigen den sicheren Weg zur Arbeit bieten und Gefahren für Gesundheit und Klima minimieren will. Erfahrungen in anderen Städten zeigen, dass eine Beibehaltung des bestehenden Angebots der einzige richtige Weg ist, um Abstandsregelungen auch innerhalb von Busse und Bahnen zu garantieren.

    Das halten wir auch in Köln für den richtigen Weg. Jede andere Entscheidung führt zu Unmut und verstärkt das Gefühl, der ÖPNV in Köln sei unattraktiv, nicht verlässlich und berge gesundheitliche Risiken.

    Wir erwarten von den Entscheidungsträger*innen der Stadt, nicht am falschen Ende den Rotstift anzusetzen. Gerade in Krisenzeiten muss ein verlässlicher und attraktiver ÖPNV für die Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. Als stetiger Beitrag zum Klimaschutz, als Beitrag zur Neuordnung der Mobilität und als Beitrag zur Minimierung gesundheitlicher Risiken.

    Wolfgang Reß, Geschäftsführer, ARBEITGEBER KÖLN
    Jörg Mährle, Geschäftsführer, DGB-Region Köln-Bonn
    Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer, Handwerkskammer zu Köln
    Frank Hemig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, IHK Köln