Medien, Kunst und Industrie

Tarifbewegung im CINEDOM

#Kinonetzwerk

Tarifbewegung im CINEDOM

Kino, Cinedom ver.di

Gestern Abend fand der 1. Warnstreik in der laufenden Tarifbewegung im Kölner CINEDOM statt. Die Beschäftigten traten nahezu geschlossen in den Ausstand. Heute (24.10.2019) findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Die Erwartung der Kollegen*innen ist, dass das Angebot der Arbeitgeberseite deutlichst nachgebessert wird.

Was sind die einzelnen Forderungen?

  • Der Einstiegslohn von 12,00 EUR soll pro Stunde für Servicemitarbeiter*innen betragen. Die Einkommen sollen für alle Berufsgruppen in allen Vergütungsstufen entsprechend erhöht werden.
  • Der Abstand zwischen den Einkommen in den Vergütungsstufen ab 2 Jahren und ab 5 Jahren soll 0,50 EUR pro Stunde betragen.
  • Es sollen zwei weitere Vergütungsstufen eingeführt werden – nach 10 Jahren und nach 15 Jahren.
  • Die jährliche Sonderleistung soll in Form eines 13. Monatsgehalts gezahlt werden.
  • Es soll ein Einstieg in die betriebliche Gesundheitsförderung durch ein Konzept für Sport und Bewegung vereinbart werden.

Wie ist die Ausgangslage?
Die Einkommen der Beschäftigten in den Kinos befinden sich im Niedriglohnbereich. Aus diesem Grund treten wir für deutlich höhere Tariflöhne im Cinedom Köln ein. Wer im Kino arbeitet, muss davon seinen Lebensunterhalt finanzieren können und darf nicht in die Gefahr kommen, später unter Altersarmut zu leiden.

Weil es um mehr geht!
Der Kinobesuch soll für die Gäste ein Erlebnis sein, sie sollen sich wohlfühlen. Ein gut funktionierendes Kino besitzt für alle einen großen Wert. Diese Dienstleistungen werden von motivierten Beschäftigten erbracht.
Motiviertes und gut qualifiziertes Personal zu halten und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fin-den, wird zunehmend schwerer. Permanent steigende Anforderungen und das Niveau der Einkommen machen die Arbeit in den Kinos nicht attraktiv.

#gewerkschaftmachtstärker