Medien, Kunst und Industrie

    Klares Bekenntnis zur Pressefreiheit gefordert

    dju Köln

    Klares Bekenntnis zur Pressefreiheit gefordert

    dju verurteilt Äußerungen von CDU-Fraktionschef
    dju, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit ver.di


    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Köln fordert die Kölner CDU auf, sich umgehend von Äußerungen ihres Fraktionsvorsitzenden Bernd Petelkau zu distanzieren. Petelkau hatte die Berichterstattung über die jüngste Wahl städtischer Dezernenten kritisiert und bei Facebook von „Fake News der Kölner Medien" gesprochen. Er bezog sich dabei auf Enthüllungen des Kölner Stadt-Anzeiger zu geheimen Personalabsprachen der CDU und anderer Parteien. „Aufgabe der Medien in einer demokratischen Gesellschaft ist es, politische Zusammenhänge aufzuklären und Missstände aufzudecken. Nichts Anderes haben die Kolleginnen und Kollegen in diesem Fall getan", sagt Peter Freitag, Mitglied im Vorstand der dju Köln und stellvertretender Bundesvorsitzender der dju. „Wenn Herr Petelkau dann wider besseres Wissen von Fake News spricht, ist das mehr als befremdlich."

    Aufgabe demokratischer Parteien sei es, die Pressefreiheit zu verteidigen. Petelkau reihe sich mit seiner Entgleisung stattdessen in die Gruppe jener ein, die mit dem vor allem von Rechtspopulisten verwendeten Kampfbegriff „Fake News" versuchten, Journalistinnen und Journalisten zu diskreditieren. „Eine Entschuldigung von Herrn Petelkau und eine Klarstellung der Kölner CDU, dass sie das Prinzip der Pressefreiheit uneingeschränkt unterstützt, ist das Mindeste, was die Öffentlichkeit erwarten kann", so Freitag. „Als größte deutsche Mediengewerkschaft steht ver.di Herrn Petelkau gern für Nachhilfe beim Thema Presse- und Medienfreiheit zur Verfügung."