Handel

    Auch Betriebe in Köln, Bonn und Bergisch-Gladbach betroffen

    Tarifrunden Handel NRW 2021

    Auch Betriebe in Köln, Bonn und Bergisch-Gladbach betroffen

    Warnstreiks im Einzelhandel sowie im Groß-und Außenhandel gehen weiter
    Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt die Warnstreikaktionen im nordrhein-westfälischen Einzelhandel und im Groß und Außenhandel fort. Am Donnerstag (30.09.2021), Freitag (01.10.2021) und am Samstag (02.10.2021) legen die Beschäftigten von Kaufland Bergisch Gladbach, H&M Bonn-Bad Godesberg in der Fronhofer Galerie und Handelshof Köln-Poll ihre Arbeit nieder.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte in der 5. Verhandlungsrunde einen Vorschlag zur Lösung der stockenden Tarifrunde unterbreitet. Dieser sah eine Wahlmöglichkeit der Beschäftigten vor, für einen festgelegten Zeitraum die Erhöhung in Freizeit umzuwandeln. „Wir hatten zum Zeitpunkt der vierten Verhandlungsrunde die Hoffnung, dass die Arbeitgeber den Ernst der Lage mittlerweile verstanden haben, denn die Beschäftigten verzichten inzwischen im 3. Monat auf die so dringend benötigte Entgelterhöhung. Aber statt mit uns den Weg in Richtung Abschluss zu gehen, wurden fadenscheinige Argumente auf den Tisch gelegt, um eine Einigung weiter hinauszuzögern. Die Arbeitgeber haben eine soziale Verantwortung, der sie sich endlich stellen müssen“, sagt Özcan Özdemir, ver.di-Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Handel im ver.di-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen.

    „Das unwürdige Zeitspiel der Arbeitgeber nimmt kein Ende. Trotz historischer Umsatz-zuwächse warten die Beschäftigten seit mehr als vier Monaten auf einen Tarifabschluss. Die besonderen Leistungen in der Pandemie scheinen die Arbeitgeber komplett auszublenden. Stattdessen wird den Beschäftigten weiterhin ein fairer Tarifabschluss vorenthalten. Die Arbeitgeber wollen weiterhin ihr einseitiges Lohndiktat mit aller Kraft durchsetzen“, erklärte Özdemir. „So lassen sie uns keine Wahl, als die Streiks noch weiter auszuweiten. Sie haben es in der Hand, Streiks im bald beginnenden Weihnachtsgeschäft abzuwenden.“

    ver.di fordert für die Branche 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.