Fachbereich C: Gesundheit und Soziales

    Klinikvorstände und neue Landesregierung enttäuschen Klinikbeschäftigte

    Notruf NRW

    Klinikvorstände und neue Landesregierung enttäuschen Klinikbeschäftigte

    ver.di fordert Bekenntnis von schwarz/grün zum Tarifvertrag Entlastung
    Notruf 112 LMoonlight Klinikvorstände und neue Landesregierung enttäuschen Klinikbeschäftigte


    Zum Ende der achten Streikwoche an den Universitätskliniken in NRW wendet sich ver.di mit einem dringenden Appell an die Klinikvorstände. „Die Arbeitgeber haben leider die Chance verpasst durch konstruktives und rasches Verhandeln diese Woche eine gute Lösung im Tarifkonflikt zu erreichen“ erklärt Gabriele Schmidt, Landesleiterin ver.di NRW: „Es ist für uns absolut unverständlich, warum sich die Arbeitgeber weiterhin Entlastungsmodellen versperren, die an Kliniken wie der Charité oder der Universitätsklinik Mainz erfolgreich erprobt sind.“

    Am Dienstag hatte ver.di eine Initiative für eine schnelle Lösung im Tarifkonflikt vorgestellt. Da in entscheidenden Knackpunkten allerdings keine Einigung erzielt werden konnte, werden die Verhandlungen und der Streik in der kommenden Woche fortgesetzt.

    „In Kombination mit der Entscheidung der CDU NRW und Bündnis 90/Die Grünen NRW, keine Finanzierungszusage für den Tarifvertrag Entlastung mit in den Koalitionsvertrag aufzunehmen, ist nachvollziehbar, dass sich die Beschäftigten nach der Wahl im Stich gelassen fühlen. Auf den Landesparteitagen haben beide Parteien die Möglichkeit, dieses fatale Signal zu korrigieren!“, so Schmidt weiter.

    Bei den aktuell laufenden Tarifverhandlungen, die in der nächsten Woche in Köln fortgeführt werden, beharren die Arbeitgeber weiter auf einem pauschalen Entlastungsmodell, das mit zusätzlichen freien Tagen für Pflegende eine Lösung suggeriert, im Kern aber eine zusätzliche Belastung darstellt, weil es passgenaue Lösungen verhindert. Dabei wählen sie den für die Arbeitgeber betriebswirtschaftlich am einfachsten umsetzbaren Weg und entbinden sich von der Verantwortung, bei eintretender Belastung konkret für Entlastung zu sorgen und damit zu verhindern, dass Beschäftigte den Beruf verlassen. Große Beschäftigungsgruppen wie die Röntgenabteilungen, Krankentransport und Servicebeschäftigte, wird jegliche Entlastungsregelung vorenthalten.

    „Anlässlich der beiden Landesparteitage am Samstag (25.6.) werden die Streikenden der sechs Unikliniken an beiden Veranstaltungsorten einfordern, dass die Wahlversprechen, die vor der Wahl gemacht wurden, auch eingehalten werden“, so Schmidt.