Fachbereich C: Gesundheit und Soziales

    Diskussion mit der neuen Familienministerin Josefine Paul in …

    OGS braucht mehr!

    Diskussion mit der neuen Familienministerin Josefine Paul in Essen

    ver.di fordern eine Qualitäts- und Fachkräfteinitiative für den „Offenen Ganztag“ von der neuen Landesregierung NRW
    OGS braucht mehr! ver.di OGS braucht mehr!  – Kriterien für die Betreuung in Offenen Ganztagsschulen (OGS) während der Corona-Pandemie


    Unter dem Titel „120 Dezibel“ veranstaltete die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Wochenende (03.09.2022) in Essen gemeinsam mit den Beschäftigten aus dem „Offenen Ganztag (OGS)“ eine Fachtagung. Josefine Paul, neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, diskutierte mit den TeilnehmerInnen zu Beginn der Veranstaltung über die aktuelle Situation im Bereich des OGS an den Schulen.

    ver.di erwartet, dass die von der Landesregierung angekündigte Qualitäts- und Fachkräfteinitiative zeitnah an den Start kommt. Mit der Einschulung in die Grundschulen im Schuljahr 2025/2026 besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Die Vorbereitung auf den zu erwartenden Ansturm müssen intensiviert werden. „Die Zeit drängt und die Bindung von vorhandenen und die Qualifizierung und Gewinnung von neuen Beschäftigten verlangt eine Konzentration der Kräfte. Auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern und Angehörige zu garantieren.“, so Uwe Meyeringh, stellv. ver.di-Landesfachbereichsleiter für Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft in NRW.

    Weitere Themen in der Diskussion mit der Ministerin waren der Stellenwert der OGS-Beschäftigten im Schulbetrieb und die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten an den Schulen in dem Bereich. Hier räumte die Ministerin Defizite ein, die gelöst werden müssen. „Schule kann nur gemeinsam mit den Lehrkräften im Schulbetrieb gut funktionieren und im Sinne der Kinder sein“, so Uwe Meyeringh.

    Wie Jugendbefragungen zeigen, haben soziale Berufe für Jugendliche eine hohe Attraktivität. 24 % von ihnen können sich vorstellen, in der Kinderbetreuung zu arbeiten. Unzureichende Arbeits-, Einkommens- und Aufstiegsmöglichkeiten halten viele Interessenten vom Eintritt in eine Ausbildung ab. Anders als in den Kindertagesstätten steht eine Aufwertung der Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsaufgaben im Offenen Ganztag bisher aus. Die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher dauert drei Jahre. Ohne spürbare Initiativen droht eine weitere Verschärfung des Fachkräftemangels.