Gesundheit und Soziales

    Beschäftigte aus der Krankenpflege zeigen Gesundheitspolitik …

    Tag der Pflegenden

    Beschäftigte aus der Krankenpflege zeigen Gesundheitspolitik am 12. Mai die „rote Karte“

    Jedes Jahr am 12. Mai wird der Internationale Tag der Pflegenden begangen.
    Rote Karte verdi NRW/Canva Beschäftigte aus der Krankenpflege zeigen Gesundheitspolitik am 12. Mai die „rote Karte“


    Vor der Bundestagswahl erhöhen Beschäftigte aus Krankenhäusern und Pflegeeinrich-tungen den Druck. Mit einem bundesweiten Aktionstag zum Internationalen Tag der Pflegenden am Mittwoch (12. Mai 2021) wollen sie ihren Forderungen nach einer be-darfsgerechten Personalausstattung und flächendeckend angemessener Bezahlung Nachdruck verleihen. „Es müssen dringend die richtigen Schlussfolgerungen aus den Er-fahrungen in der Pandemie für das Gesundheitswesen gezogen werden. Die bisherigen Beschlüsse sind völlig unzureichend, von Entlastung ist im Betrieb nichts zu spüren – im Gegenteil“, sagte Frederik Thonemann, ver.di-Vertrauensleutesprecher beim Universi-tätsklinikum Köln. Bei den Aktionen zeigen Beschäftigte der Gesundheitspolitik deshalb die „rote Karte“. Auch vor der Universitätsklinik Köln werden Beschäftigte am Mitt-woch, den 12.5.21 um 12:00 zur Fotoaktion am Haupteingang/Bettenhaus, deutlich machen, dass sie schnelle und wirksame Schritte in Richtung besserer Arbeitsbedingun-gen erwarten.


    In Bezug auf die Überlastung des Pflegepersonals in Krankenhäusern ist keine Lösung in Sicht. „Mit der PPR 2.0 liegt seit Januar 2020 ein Instrument zur Personalbemessung in der Krankenhauspflege auf dem Tisch“, erläuterte Lena Matthießen, Krankenpflegerin an der Uni Klinik Köln und Vertreterin der ver.di-Jugend- und Auszubildendenvertre-tung. „Doch statt es nach 16 Monaten endlich in Kraft zu setzen, möchte Spahn die Be-schäftigten weiter vertrösten, mindestens bis 2025. Das geht überhaupt nicht.“ Sie ver-wies auf eine aktuelle Befragung, wonach fast jede dritte Pflegekraft in Intensivstatio-nen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten ihre Stelle in den kommenden zwölf Mona-ten aufgeben will. „Bundesregierung und Arbeitgeber stehen in der Verantwortung, die Flucht aus den Pflegeberufen durch bessere Arbeitsbedingungen zu stoppen“, sagte Albert Nowak, Krankenpfleger am Universitätsklinikum Köln und Vertreter der ver.di-Ju-gend- und Auszubildendenvertretung. „Die Beschäftigten zeigen der Gesundheitspolitik, die viel versprochen aber keine Entlastung gebracht hat, zum Tag der Pflegenden die rote Karte.“