Fachbereich C: Gesundheit und Soziales

    Beschäftigte der NRW-Unikliniken demonstrieren in Bonn

    Notruf NRW

    Beschäftigte der NRW-Unikliniken demonstrieren in Bonn

    Arbeit in den Krankenhäusern muss attraktiver werden, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen
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    Mehr als 500 Beschäftigte der nordrhein-westfälischen Universitätskliniken werden am Dienstag, 24. Mai, in Bonn für ihre Forderung nach Entlastung demonstrieren. „Wir brauchen Entlastung in der Pflege im Krankenhaus, Zeit für Patienten, Zeit für sichere Pflege“, verdeutlicht Arno Appelhoff, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär. „Auch wenn die Arbeitgeber jetzt gesprächsbereit sind und die Voraussetzungen für Verhandlungen geschaffen haben – noch haben wir nichts erreicht. Deshalb müssen wir jetzt den Druck aufrechterhalten.“

    Doch nicht nur die Pflege benötigt Entlastung. „Auch die Kolleg*innen aus dem Patiententransport, den Laboren und allen anderen Bereichen dürfen nicht vergessen werden. Auch Sie erleben tagtäglich Stress“, unterstreicht Andrea Lapp, Beschäftigte in der Notaufnahme. Nur wenn die Arbeit in den Kliniken attraktiver wird, kann der Fachkräftemangel bekämpft werden. Denn nur bessere Arbeitsbedingungen werden verhindern, dass Beschäftigte die Arbeitszeit reduzieren oder gar ganz ausscheiden, weil sie den Job nicht mehr aushalten, ergänzt Andrea Lapp. Und bessere Arbeitsbedingungen sind auch ein Anreiz für diejenigen, die aus der Pflege „geflüchtet“ sind, in den Job zurück zu kommen.

    Auch für Auszubildende müssen die Unikliniken attraktiver werden. „Die Praxisanleitung für Auszubildende kommt zu kurz. Das verschlechtert die Ausbildungsqualität in der Pflege und gefährdet die Patientensicherheit im Krankenhaus. Auch dafür ist dieser Tarifvertrag Entlastung notwendig.“ So beschreibt Ilayda Maru, Azubi und JAV-Mitglied am UKB die Situation in der Klinik.