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    Entlastung überfällig!

    Kita-Personalcheck

    Entlastung überfällig!

    Der Kita-Personalcheck zeigt: Es fehlen 173.000 Fachkräfte
    Kita-Personalcheck, 173.000 Fachkräft fehlen ver.di/ werkzwei Es fehlen 173.000 Fachkräft!  – Kita-Personalcheck 2021


    Bundesweite ver.di-Befragung zeigt: In Kitas fehlen 173.000 Fachkräfte
    Personalmangel führt auch im Bezirk Köln/Bonn/Leverkusen zu Stress und Belastung

    In Kitas fehlen in Deutschland 173.000 Fachkräfte. Das ergab eine bundesweite Befragung, die die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) über einen Zeitraum von fünf Wochen in Kitas durchführte. Direkt vor Ort oder online bestand die Möglichkeit, am sogenannten Kita-Personalcheck teilzunehmen. Trotz der angespannten Corona-Lage beteiligten sich rund 19.000 Fachkräfte aus allen Regionen und von unterschiedlichen Trägern am ver.di-Personalcheck und gaben Auskunft über ihre Arbeits- und Personalsituation. Aus dem ver.di-Bezirk Köln/Bonn/Leverkusen nahmen knapp 900 Fachkräfte teil.

    Die Studie, die im Zeitraum vom 15. Mai bis 22. Juni 2021 in Kooperation mit der Hochschule Fulda durchgeführt wurde, macht in ihren Ergebnissen die starke Belastung und die Unzufriedenheit der Kita-Beschäftigten mit der Arbeitssituation deutlich.

    Im ver.di-Bezirk Köln/Bonn/Leverkusen gaben 48 Prozent (bundesweit 44 Prozent) der Befragten an, dass sie zeitweise für mehr als 17 Kinder am Tag gleichzeitig verantwortlich sind, fast ein Viertel waren sogar für mehr als 20 Kinder zuständig. Daher ist es nicht überraschend, dass 46 Prozent der Befragten (bundesweit 44 Prozent) sagen, dass sie regelmäßig zu wenig Zeit haben, um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder einzugehen.

    „Neben dem Stress macht das die Beschäftigten unzufrieden. Sie wollen eine gute Arbeit leisten und für die Kinder und Eltern da sein. Doch die Bedingungen sind so schlecht, dass dies schlichtweg nicht möglich ist. Diese Ergebnisse sind ein deutliches Signal der Kolleginnen und Kollegen für mehr Entlastung“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle.

    Über 64,5 Prozent der Befragten in unserer Region arbeiten regelmäßig unbezahlt außerhalb ihrer normalen Arbeitszeit (bundesweit 64 Prozent), um die Arbeit bewältigen zu können. Gefragt wurden die Kita-Fachkräfte auch danach, wie viele Kolleg*innen in ihrem Team fehlen würden, um die pädagogische Arbeit so leisten zu können, wie es die gestellten Anforderungen, wie beispielsweise Bildungspläne, erwarten lassen. Danach fehlen in den Einrichtungen im Bezirk im Durchschnitt 4,5 Vollzeitkräfte.

    „Die Arbeitsbedingungen und die Belastung der Kolleg*innen sind ein Skandal und so nicht hinnehmbar. In der Pandemie haben die Kita-Beschäftigten gezeigt, dass sie eine tragende Säule der Gesellschaft sind. Der desaströse Personalmangel steht dazu in direktem Widerspruch. Wir als die zuständige Gewerkschaft für die Beschäftigten in den Kindertagesstätten setzen uns im Bund, in den Ländern, in der Kommune und bei den Arbeitgebern vor Ort nachdrücklich dafür ein, dass sich die Bedingungen endlich verbessern.“ sagen Robin Orlando und Philipp Stewart als zuständige Gewerkschaftssekretäre im ver.di-Bezirk Köln/Bonn/Leverkusen.

    Die Befragung wird bis September durch die Hochschule Fulda differenziert wissenschaftlich ausgewertet und im September in Gänze vorgestellt.

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