Fachbereich B: Gemeinden

    ver.di fordert landesweites Testangebot in Kitas

    Kitas NRW

    ver.di fordert landesweites Testangebot in Kitas

    Die Einstellung der Tests ist verantwortungslos und führt in den Einrichtungen zu viel Unsicherheit.
    Corona-Schnelltest Peggy Choucair ver.di fordert landesweites Testangebot in Kitas


    Die Infektionen durch SARS-CoV-2 sind seit Januar 2022 bei den Kita-Beschäftigten auf 38.507 und bei den Kindern auf 63.378 angestiegen (Stand 14.03.2022). Statt Schutzinstrumente wie Luftfilter oder kleinere Gruppen zu ermöglichen, beabsichtigt der Familienminister Dr. Joachim Stamp ein Ende der Finanzierung für PCR-Pooltests bis 02.04.2022 und die Einstellung der Lieferungen von 3 Schnelltests pro Woche für jede*n Kolleg*in ab dem 25.04.2022, also nach Ostern (Ankündigung vom 11.03.2022).

    Haben die Kolleg*innen in den Kitas vor dem Wochenende noch darauf gehofft, dass eine gesetzliche Bundesregelung Ersatz schafft, so hat die Neuregelung jetzt für Ernüchterung gesorgt. Der Bund gibt den Ländern lediglich die Möglichkeit ein Testangebot in den Kitas zur Verfügung zu stellen. Eine verbindliche Durchsetzung der Länder ist gar nicht vorgesehen. Das Gesetz gilt bis zum 23. September 2022.

    „Wir halten die Beibehaltung des Testangebotes in Kitas für zwingend notwendig. Zum Schutz der Beschäftigten, der Kinder und deren Familien“, so Andrea Becker, Landesfachbereichsleiterin. Das bisherige Testangebot hat den Beschäftigten eine zeitnahe Kontrollmöglichkeit gegeben, die nun wegfällt. Wir fordern daher NRW-Familienminister Stamp auf, das bisherige Testangebot aufrecht zu erhalten.

    Die Einstellung der Tests ist verantwortungslos und führt in den Einrichtungen zu viel Unsicherheit. Infektionen dürfen nicht unentdeckt bleiben und sich in den Familien ausbreiten, in denen oft mehrere Generationen unter einem Dach leben.