Tarifverhandlungen Private Banken 2024

Weitere Warnstreiks bei Commerzbank und ComTS in NRW

Nachdemdie zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes ergebnislos auseinander gegangen ist, legen am morgigen Freitag (21.6.) Beschäftigte der Commerzbank-Beratungscenter in ganz NRW zum zweiten Mal in kurzer Zeit die Arbeit nieder.
20.06.2024
Weitere Warnstreiks bei Commerzbank und ComTS in NRW

Nachdem am vergangenen Montag (17.6.) die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes ergebnislos auseinander gegangen ist, legen am morgigen Freitag (21.6.) Beschäftigte der Commerzbank-Beratungscenter in ganz NRW zum zweiten Mal in kurzer Zeit die Arbeit nieder.

Die Beratungscenter sind der digitale und telefonische Kontaktpunkt für Commerzbank-Kunden, mit Standorten in Düsseldorf, Köln und Bielefeld. Die Commerzbank-Tochter ComTS ist an den Standorten in Hamm und Duisburg ebenfalls am morgigen Freitag von dem Streik betroffen. Die ComTS ist unter anderem für den Zahlungsverkehr, Kreditsachbearbeitung und weitere Kundenrelevante Vorgänge zuständig.

Frederik Werning, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di in NRW geht von enormen Auswirkungen auf das Kundengeschäft des Bankhauses aus: „Bereits beim ersten Streik vor einer Woche sind zahlreiche Filialen in ganz NRW und darüber hinaus geschlossen geblieben. Das nun vorgelegte Angebot der Arbeitgeber hat die Beschäftigten nicht kalt gelassen. Die Streikbereitschaft ist im Vergleich zur letzten Woche sogar noch gestiegen – besonders die lange Laufzeit von 3 Jahren ist in diesen Zeiten einfach zu lang. Kundinnen und Kunden müssen sich nun auf längere Bearbeitungszeiten ihrer Anliegen einstellen. Damit das kein Dauerzustand wird, erwarten wir in der dritten Runde ein substanziell verbessertes Angebot – bei der Laufzeit aber auch bei den Prozenten“.

ver.di fordert für die rund 140.000 Beschäftigten im privaten Bankengewerbe eine Erhöhung der Gehälter um 12,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und Mindestanhebung der Gehälter um 500 €. Für Nachwuchskräfte soll es 250 € mehr Vergütung monatlich geben. In der zweiten Verhandlungsrunde wurde ein erstes Angebot des Arbeitgeberverbands, welches insgesamt 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten und 4 Nullmonaten vorsieht, vorgelegt.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am Mittwoch, den 03. Juli in Berlin statt.

Die Kundgebung aller Streikenden findet am morgigen Freitag um 9:30 Uhr digital statt.