Besondere Dienstleistungen

    ver.di vermisst Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber

    Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW

    ver.di vermisst Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber

    Tarifkonflikt im Wach- und Sicherheitsgewerbe geht in die Schlichtung
    Sicherheitsmitarbeiter Fototeam ver.di Hessen ver.di vermisst Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber  – Tarifkonflikt im Wach- und Sicherheitsgewerbe geht in die Schlichtung


    Nachdem die Arbeitgeberseite auch in der dritten Verhandlungsrunde am Montag (18.01.) kein erkennbar verbessertes Angebot vorgelegt hat, einigten sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der BDSW darauf, im Tarifkonflikt im Wach- und Sicherheitsgewerbe die Schlichtungsstelle einzuberufen. Während das erneuerte Angebot der Gewerkschaft eine Koppelung an die Entwicklung des Mindestlohns bei einer Laufzeit von einem Jahr vorsah, hielt die Arbeitgeberseite, mit einer Erhöhung von 1,9 Prozent zum 1. März 2021 statt 1,6 Prozent zum 1. Januar 2021 und der bereits vorgeschlagenen Steigerung von 2,6 Prozent im Jahr 2022, an ihrem vorherigen Angebot fest.

    „Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht neu, sondern eine Milchmädchenrechnung. Sie schlagen zwar im ersten Schritt eine Steigerung der Lohnerhöhung vor, dafür greift diese aber später. Das hat uns in dem Gefühl bestärkt, dass die Arbeitgeber nicht zu einem Ergebnis am Verhandlungstisch kommen wollten. Da wesentliche Punkte unserer Forderungen nicht erfüllt wurden, haben wir einer Schlichtung zugestimmt – auch um weitere Leermonate zu verhindern“, erklärte Andrea Becker, Verhandlungsführerin ver.di NRW. Die Arbeitgeber hätten außerdem deutlich auf die Betroffenheit durch die Corona-Pandemie verwiesen. „Das mag in einzelnen Bereichen der Fall sein, der Branche insgesamt geht es aber gut. Die Beschäftigten sind vielerorts im Einsatz und bei Kontrollen im ÖPNV oder der Sicherung von Testzentren aktiv gefordert, den Laden am Laufen zu halten.“

    „Mit unseren Streikmaßnahmen haben wir auch in der Pandemie verdeutlicht, dass die Beschäftigten hinter den Forderungen stehen. Sie brauchen schon deshalb einen höheren Abschluss, weil ein Lohn in der Sicherheitsbranche nach wie vor weder für den Alltag noch für die Rente reicht. Die Branche muss raus aus dem Niedriglohnsektor. Dafür sind wir weiterhin bereit, konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten!“, so Becker weiter.