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Solidarität mit den Streikenden der IG Metall in der Metall- …

Solidarität

Solidarität mit den Streikenden der IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Köln schickt Euch solidarische Grüße. Wir Journalisten berichten in unseren Zeitungen nicht nur über Eure Tarifrunde. Wir verfolgen sie auch als Gewerkschafter mit großer Sym-pathie, weil es letztlich darum geht, die Kolleginnen und Kollegen angemessen und fair am wirtschaftlichen Erfolg Eurer Branche zu beteiligen.

Auch wir Journalistinnen und Journalisten befinden uns zurzeit wieder in einer bundesweiten Tarifrunde, in der wir eine Erhöhung unserer Gehälter um 4,5 Pro-zent sowie eine Mindesterhöhung für Berufseinsteiger um 200 Euro fordern. Hier im Rheinland spielen diese Verhandlungen allerdings für immer weniger Kollegin-nen und Kollegen eine Rolle, weil sich unsere Arbeitgeber, allen voran die Verlage von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau, immer mehr von den Flä-chentarifverträgen und ihrer sozialen Verantwortung verabschieden.

Sie haben ihre Lokalredaktionen im Rhein-Sieg-Kreis, im Rhein-Erft-Kreis, im Rhei-nisch Bergischen Kreis, im Oberbergischen und in der Eifel schon 2014 in eine ta-riflose Gesellschaft ausgelagert, die Rheinische Redaktionsgemeinschaft GmbH (RRG). In ihr werden viele Kollegen inzwischen bis zu 1.200 Euro unter Tarif be-zahlt, sie erhalten weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld und sind auch bei der
Altersversorgung schlecht gestellt.

Von diesem Lohndumping erfahrt ihr, wie auch die übrige Öffentlichkeit, leider wenig, weil unsere Arbeitgeber das in ihren Zeitungen verschweigen. Die Kollegen der RRG lassen sich davon allerdings nicht entmutigen. Sie kämpfen seit fast einem Jahr für die Rückkehr in die Tarifbindung. Euer Engagement für gute Arbeitsbedin-gungen ermutigt sie, auch, weil es zeigt, dass Entlohnung nach Tarif keine beson-dere Wohltat der Arbeitgeber ist, sondern eigentlich ein Normalzustand, für den es sich zu kämpfen lohnt.

Für den Vorstand der
Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Köln

Peter Freitag